Über mich

 

Claudia Clarin war als 4-jährige verliebt in Roland Kaiser. Das lag an der Single Schallplatte, die sich im Besitz ihrer Eltern befand. „Santa Maria. Ich hab meine Sinde verloren…“. Was „Sinde“ ist, bekam Claudia zwar nie heraus, sang dafür aber um so inbrünstiger mit.

Überhaupt zeichnete sie sich aus durch permanentes Wiederholen neu gelernter Lieder. Selbstvergessen probte sie diese Stunde um Stunde. Ihre Besessenheit wurde nicht von allen Menschen im Umkreis gut geheißen, brachte ihr aber ihre Vorliebe für eingängige Melodien ein, die sie heute im Schreiben von Musicals und Kinderlied-Ohrwürmern zelebriert bzw. in bare Münze verwandelt.

Die Liebe an sich blieb an ihrer Seite. Mit 6 Jahren küsste sie ihren ersten Kindergartenfreund Tino. Wenig später trällerte sie den passenden 60er Jahre Schlager von Josef Niessen „Baciare, Baciare…wenn Tino so dasitzt, wenn er seinen Mund spitzt, denkt man nur an Baciare…“.

Die folgenden Jahre waren untermalt von Songs wie „Über 7 Brücken musst du gehn“ – Scheidung der Eltern, „Am Brunnen vor dem Tore“ – Musikunterricht, „Go West“ – Umzug nach der Wende, „(fast) Endless love“ – Heirat ihrer ersten Liebe + 20 Jahre Ehe, gekrönt von „I will survive“ – dies bedarf vermutlich keiner Erklärung.

Nach 2 Jahren des „Sittin‘ beneath a yellow lemon tree“ besinnt sie sich nun auf ihre vielen Schwestern, trällert „We are family. I‘ve got all my sisters with me“ und hat jetzt dringend einiges über den weiblichen Zyklus klar zu stellen.

Die Lieder für dieses Thema winden sich noch durch ihre Gehirnbahnen, vielleicht sollte sie aber auch in den Herzkammern nachsuchen. In jedem Fall werden diese Songs durch stundenlanges repetieren geprobt, geschliffen und sich anschließend als fiese Ohrwürmer in eure Gehirne winden. Das wird schön!